Rezension: Islamfeindlichkeit in Deutschland

Die Existenz einer Feindschaft gegenüber Muslimen in Deutschland wird, spätestens seit der Sarrazin-Debatte immer weniger in Frage gestellt. Dieser Befund wird durch empirische Untersuchungen (etwa des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung in Bielefeld) bestätigt, in denen die Akzeptanz antimuslimischer Ressentiments durch breite Bevölkerungsschichten in Deutschland und Europa nachgewiesen wurde.

Allerdings bleiben viele andere Aspekte nach wie vor umstritten. So ist die Frage nach der richtigen Begriffswahl in der deutschsprachigen Literatur noch ein Streitpunkt. Je nach Autor, Erkenntnisinteresse und politischer Ausrichtung wird etwa von Islamophobie, Islamfeindschaft oder antimuslimischem Rassismus gesprochen, um einige der Begriffe zu nennen (Dagegen hat sich in der englischsprachigen Debatte „Islamophobia“ gegenüber anderen Begriffen eindeutig durchgesetzt). Aber auch die gesellschaftliche Relevanz dieser Feindschaft und die Vergleichbarkeit zum Antisemitismus werden kontrovers debattiert.
Achim Bühl, ein Teilnehmer dieser Debatten, hat jetzt seine politische Positionierung in einem Buch veröffentlicht. [Weiterlesen auf www.kritisch-lesen.de]

Erschien in: iz3w (Nr. 325, Juli/August 2011).