Archiv für Februar 2012

Radiointerview: Neoliberale Krisenbewältigung und soziale Proteste in Portugal

„Die portugiesische Regierung setzt weiterhin auf die neoliberale Krisenbewältigung. Dafür werden z.B. Löhne gekürzt und reise für den öffentlichen Nahverkehr erhöht. Portugals Regierung spart, um nicht in die selbe Situation zu kommen wie Griechenland. Natürlich gibt es Proteste: Zuletzt kam es im November zu einem massiven Generalstreik, der nächste steht im März an. Am 11. Februar protestierten erneut in Portugal 100 000 bis 300 000 Menschen gegen aktuelle Arbeitsgesetzänderungen. Über Krisenmaßnahmen der portugiesischen Regierung über Proteste und internationale Mobilisierungen wie z.B. zu M 31 ein Aufruf zur Blockade der EZB in Frankfurt, der v.a. von anarcho-syndikalistischen und libertären Gruppen getragen wird – sprachen wir mit Ismail Küpeli, Politikwissenschaftler und Aktivist. Er berichtet im März auch im Rahmen einer Rundreise über die Entwicklungen in Portugal.“

http://www.rdl.de/index.php?option=com_content&view=article&id=15810:Neoliberale_Krisenbewaeltigung_in_Portugal

Rezension: Die Mikrofinanz-Industrie

Gerhard Klas 2011: Die Mikrofinanz-Industrie. Die große Illusion oder das Geschäft mit der Armut. Assoziation A, Berlin/Hamburg.

Mikrokredite tragen zum Wirtschaftswachstum und zur Armutsreduktion bei, ohne die staatlichen Haushalte zu belasten – und würden noch zusätzlich Frauen und sozial Benachteiligten zur Selbstermächtigung verhelfen. Dieses schöne Bild wird durch das Buch „Die Mikrofinanz-Industrie“ von Gerhard Klas getrübt.

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Es ist ein sehr lesenswertes Buch und der journalistische Schreibstil ermöglicht auch eine gute Lesbarkeit. Wer eine stärker wissenschaftliche Auseinandersetzung sucht, findet genug Quellenhinweise hierfür. Der Autor positioniert sich politisch eindeutig, ohne in Polemik zu verfallen. Sehr positiv ist auch die Kontextualisierung des Themas, die deutlich macht, dass es hier nicht um einen Aspekt für EntwicklungspolitikspezialistInnen geht, sondern um ein Thema, das das Leben von vielen Menschen elementar berührt.

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